Dissonanz bedeutet in der Musik den Missklang von Tönen. Als dissonant gilt das Zusammenspiel der Tonintervalle:
Die Tonintervalle „Grundton und kleine Sekunde“ und „Grundton und große Septime“ haben beide einen Halbtonabstand - insofern ist es dieselbe Aussage.
Die Klassifizierung von Tonintervallen als Dissonanz ist keine feste Größe: das Empfinden von Miss- oder Wohlklang hängt von dem kulturellen und musikalischen Umfeld ab:
Als mehr oder weniger dissonant oder als nicht konsonant gilt das Zusammenspiel der Tonintervalle:
Beide Tonintervalle haben zwei Halbtonabstände - insofern ist es auch hier dieselbe Aussage.
Das Tonintervall aus Grundton und kleiner Septime ist ein stilbildendes Element im Blues, ebenso wie das Tonintervall von Grundton und verminderter Quinte, also dem Tritonus. Hier gelten die Dissonanzen als interessant. Neben der Kultur ist offensichtlich auch die Anzahl der gleichzeitig erklingenden Töne wichtig für das Empfinden einer Dissonanz. In einem Zweiklang tritt eine Dissonanz stärker in Erscheinung als in einem Vierklang. Außerdem können Dissonanzen über eine Kadenz aufgelöst werden und gelten dann ebenfalls als interessant.
Bereich: Musiktheorie