Der Rhythmus erfasst die Ordnung von akustischen Ereignissen durch:
Alle Rhythmusformen können kombiniert auftreten.
Grundschlag, Takt und Rhythmus können bei einfachen Tonfolgen identisch sein. In der Praxis (der abendländischen Musik) sind Grundschlag und Rhythmus nicht identisch. Takt und Rhythmus können zwar identisch sein, häufig geht der Rhythmus über die einfache Betonung des Takts hinaus.
Beispiel
Das Beispiel verwendet den 4/4-Takt. Die beiden Notensysteme tragen die Bezeichnung „Rhythmus“ und „Melodie“.
Ein Musikstück für zwei Instrumente im 4/4-Takt.
Das Notensystem „Rhythmus“ wird seiner Bezeichnung gerecht: es gibt einen Rhythmus durch wechselnde Akkorde vor. Im zweiten Takt werden auf jedem Viertel ein C-Dur bzw. A-Moll gespielt, im dritten Takt treffen sich auf dem ersten Viertel die „Melodie“ mit einem g und der „Rhythmus“ bei einem G-Dur-Akkord.
Noch deutlicher wird der Rhythmus, wenn das Musikstück (mit einer geringen Modifikation) wiederholt wird. Dazu wird der Auftakt der „Melodie“ im dritten Takt hinzugefügt, während im gleichen Takt beim „Rhythmus“ auf jedem Viertel ein G-Dur-Akkord gespielt wird.
Das Musikstück mit jetzt 5 Takten.
Damit ist das Spektrum der rhythmischen Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft: der 4/4-Takt will per Definition Betonungen setzen, die in dem Beispiel unten in Form eines weiteren Notensystems für ein Schlagzeug ergänzt werden.
Das Musikstück mit Schlagzeug.
Das Schlagzeug setzt die Betonung auf die 1 und verdeutlicht den 4/4-Takt. Komplett ist er nach der Definition noch nicht: dazu müsste auf der 3 auch eine leichte Betonung gesetzt werden. Trotzdem vermittelt das Hörgefühl eindeutig einen 4/4-Takt.
Siehe Konventionen.
Bereich: Musiktheorie