Tritonus

Ein Tonintervall von 3 Ganztönen in der diatonischen Tonleiter, z.B. f-b in der C-Dur-Tonleiter. Ein Tonintervall von 3 Ganztönen gilt als Dissonanz in der abendländischen Musik.

Die Umkehrung b-f ergibt eine verminderte Quinte, die auch als Tritonus bezeichnet wird:

  • das ist insofern korrekt, weil beide Intervalle 6 Halbtöne haben.
  • das ist insofern nicht ganz korrekt, weil b-f keine 3 Ganztöne auseinander liegen, sondern 2 Ganztöne und 2 Halbtöne - eben eine verminderte Quinte.

Da der Tritonus ein Tonintervall ist, kann (theoretisch) von jedem Ton ein Tritonus gebildet werden. In der C-Dur-Tonleiter sind das c-f# und d-g# und e-a# und g-c# und a-d#. Keiner der um einen Halbton erhöhten Töne gehört jedoch zur C-Dur-Tonart.

Musikalischer Widerspruch

Eben noch als Dissonanz bezeichnet, findet der Tritonus trotzdem in einem Akkord Anwendung. Wird der Tritonus als Tonintervall von 6 Halbtönen betrachtet, dann kommt in jedem Dominantseptimakkord ein Tritonus vor. In C-Dur ist der Dominantseptimakkord der G7-Akkord mit den Tönen g-b-d-f, darin ist b-f der Tritonus.

Bereich: Musiktheorie

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Zuletzt geändert: 2009/10/29 11:18
     
 
 

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